Diese Religion treibt mir Tränen in die Augen, macht mich wütend und schreit nach Reformen:

Meine Thesen in Kurzfassung, die verbindlich für alle Religionen sein müssten:

 

1. Koran,Tora und Bibel sind nur Bücher

2. Wir leben für das Hier auf Erden

3. Unser Grundrecht gegen die Scharia

4. Keine religionsirrsinnigen Vorschriften

5. Keine Verfolgung Andersgläubiger

 

Zusammenfassende Gedanken zur Reform des Islam

 

Die Behauptung, die Extremisten hätten mit der „Religion des Friedens“ (Islam) nichts zu tun, verkennt die tatsächliche Situation:

„Denn beim Islam haben wir es nicht nur mit einer Religion zu tun, sondern mit politischen Überzeugungen, deren Grundanschauungen unserer Lebensart unerbittlich feindlich gegenüberstehen. Wir müssen darauf bestehen, dass nicht wir in der westlichen Welt auf muslimische Empfindlichkeiten Rücksicht nehmen müssen. Vielmehr müssen sich Muslime an die freiheitlichen Ideale des Westens anpassen. Das hat leider noch nicht jeder mitbekommen“. (Ayaan Hirsi Ali, REFORMIERT EUCH!, S. 244)

„Der Feind in diesem Krieg behauptet genau das Gegenteil. Man nehme zum Beispiel das Buch des al-Qaida-Funktionärs Abu Musab Suri, Der Aufruf zum weltweiten islamischen Widerstand. Als Feinde des Islam listet al-Suri auf: die Juden, Amerika, Israel, die Freimaurer, die Christen, die Hindus, die Apostaten (einschließlich der etablierten islamischen Politiker, Funktionäre und ihrer Sicherheitsapparate), heuchlerische Gelehrte, Bildungssysteme, Satelliten-TV-Sender, Sport sowie alle Künste und Unterhaltungsstätten. Es wäre geradezu zum Lachen, wenn es nicht so tödlich ernst wäre. Westliche Politiker, die darauf bestehen, so unverhohlene Drohungen zu ignorieren, gehen zwei Risiken ein. Nicht nur bestärken ihre Worte („Der Islam gehört zu Deutschland“) die Fanatiker. Sie schaffen auch ein politisches Vakuum. (…)

Man findet wie gesagt in allen heiligen Schriften, in der Bibel wie im Koran, Stellen, in denen Intoleranz und Ungleichbehandlung gerechtfertigt werden. Aber im Christentum gab es hier einen Wandel. In dessen Verlauf brachten diejenigen, die den Status quo aufrecht erhalten wollten, einst die gleichen Argumente vor wie heute Muslime: Sie würden beleidigt, das neue Denken sei Gotteslästerung. Tatsächlich modernisierten sich das Christentum und das Judentum durch wiederholte respektlose Angriffe auf die Religion. Und diese erfolgten ebenso in der Kunst wie in der Wissenschaft. Und dafür sorgte auch bissige Satire.

Die muslimische Reformation wird nicht von der Azhar-Universität ausgehen, sondern viel eher von einer rastlosen Kampagne der Bloßstellung religiösen Irrsinns. Wenn ein Muslim sieht, wie jemand dieses Buch (von Hirsi Ali „Reformiert euch!“) liest, und behauptet, dies würde ihn kränken und seine religiösen Gefühle verletzen, dann sollte die Antwort lauten: »Was ist wichtiger? Deine heilige Schrift? Oder das Leben des Autors dieses Buches? Deine heilige Schrift? Oder der Rechtsstaat? Menschenleben, menschliche Freiheit, menschliche Würde: Sie sind alle wichtiger als jeder heilige Text.« Christen und Juden haben diese Entwicklung schon hinter sich. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch die Muslime sie hinter sich bringen. Und doch müssen wir mehr tun als nur irregeleitete Formen der Religiosität zu brandmarken. Wir müssen reformieren.“

(Hirsi, Reformiert euch!  S. 264 ff)

 

Nach Hirsi Ali gibt es fünf grundlegende Konzepte im Islam, die mit unserem modernen Gedankengut unvereinbar sind:

1. Der Status des Korans als das letztgültige und unveränderliche Wort Gottes und die Unfehlbarkeit Mohammeds als dem letzten göttlich inspirierten Gesandten.

(Muslimische Geistliche müssen anerkennen, dass der Koran nicht der letztgültige Quell der geoffenbarten Wahrheit, sondern nur ein Buch ist.)

2. Die Betonung des Jenseits gegenüber dem Hier und Jetzt im Islam.

(Sie müssen deutlich machen, dass unser Tun in diesem Leben wichtiger ist als alles, was mit uns möglicherweise geschieht, wenn wir gestorben sind.)

3. Der Anspruch der Scharia als ein umfassendes Rechtssystem, welches das spirituelle wie das weltliche Reich beherrscht.

(Sie müssen deutlich machen, dass das Scharia-Recht eine begrenzte Rolle besetzt und klar den Gesetzen der Staaten unterzuordnen ist, in denen Muslime leben.)

4. Die Verpflichtung des gewöhnlichen Muslims, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten.

(Sie müssen den Praktiken ein Ende setzen, bei denen indirekt Zwang ausgeübt wird, um auf Kosten der Kreativität Gleichschaltung zu erzielen.)

5. Das Konzept des Dschihad, des »heiligen Krieges«.

(Sie müssen sich vom Konzept des wörtlichen Aufrufs zum bewaffneten Kampf gegen Nicht-Muslime und jene Muslime, die sie zu Apostaten oder Häretikern erklären, vollständig distanzieren.)

 

Von dieser Reformation würden nicht nur Frauen, Homosexuelle und religiöse Minderheiten profitieren. Ich glaube, sie liegt auch im Interesse des Islam.“

(Hirsi Ali, Reformiert euch! S. 266 ff)

 

 

Mehr über Hirsi Ali siehe unter HIER

 

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P.Weidlich